• Grenzenloses Erstaunen

Grenzenloses Erstaunen

09.05.2018    

Ich war ein kleiner Bub, als es endlich so weit war. Gross wurde mir angekündigt, dass ich jetzt zum ersten Mal ins Ausland dürfe. Wohin? Ins Fürstentum Liechtenstein. Ich war so aufgeregt – ich, ins Ausland, super! Als der besondere Tag endlich da war, fuhren wir los in dieses Liechtenstein. Da wir damals noch kein Auto hatten, lieh sich mein Vater den Wagen meines Göttis, einen schwarzen Opel. Während der ganzen Fahrt fragte ich meinen Vater, wann denn nun das Ausland beginne. Und plötzlich sagte mein Vater: «Jetzt sind wir im Fürstentum.» Überrascht wollte ich wissen, wo denn die Grenze sei? Der Schlagbaum am Zoll, wie ich es schon in der Zeitung gesehen hatte? Mein Vater meinte darauf, das gäbe es hier nicht. Ich kann mich noch gut an meine Enttäuschung erinnern. Im Ausland, und irgendwie doch nicht. Keine Grenze, nur Masten links und rechts. Seither kommt mir jedes Mal, wenn ich die Grenze überquere, dieses Gefühl in den Sinn. Auch neulich, als ich sehr spät in der Nacht von Deutschland her über die Grenze bei Lottstetten in die Schweiz fuhr, erinnerte ich mich wieder an meinen ersten Ausflug ins Ausland. Ich staunte nämlich nicht schlecht! Während bei meiner Einreise nach Deutschland die Zollstelle Jestetten-Hardt besetzt war, traf ich bei der Rückreise in die Schweiz beim Zollamt Lottstetten auf keine einzige amtliche Person – alles geschlossen. Zu Hause habe ich dann im Internet herausgefunden, dass dieses Zollamt immer um 22 Uhr schliesst. Problemlos fährt man dann über die Grenze, wie der Ansgar Gmür und ganz viele andere. Kann das sein? Wie es möglich ist, dass so viele Illegale in die Schweiz einreisen, das frage ich mich jetzt jedenfalls nicht mehr.

Ihr staunender Ansgar Gmür

Der Fernfahrer wird gefragt, ob er etwas zu verzollen habe. «Nein, nichts», antwortet er. Der Zöllner öffnet die Plane des Lasters und sieht einen grossen Elefanten, dem auf jeder Seite des Bauches je ein halbes Brot klebt. «Und was ist das?» «Sind Sie pingelig. Darf man denn jetzt nicht mal mehr ein belegtes Brötchen mitnehmen?» 

«Halt, stehen bleiben», ruft der Zöllner, «öffnen Sie mal Ihren Rucksack!» «Aber ich habe ja gar keinen Rucksack dabei!» «Egal, Vorschrift ist Vorschrift!»

An der Grenze fährt ein Mann mit dem Velo vor, auf dem Gepäckträger transportiert er einen Sack. Zöllner: «Haben Sie etwas zu verzollen? » Mann: «Nein.» Zöllner: «Und was haben Sie in dem Sack?» Mann: «Sand.» Die Kontrolle zeigt, dass es tatsächlich Sand ist. Eine ganze Woche lang kommt der Mann jeden Tag mit Velo und Sack voller Sand auf dem Gepäckträger an die Grenze. Am achten Tag wird der Zöllner doch misstrauisch. Zöllner: «Was haben Sie in dem Sack?» Mann: «Nur Sand.» Der Sand wird dieses Mal gesiebt. Das Ergebnis: Es ist wirklich nur Sand. Der Mann kommt weiterhin jeden Tag zur Grenze. Zwei Wochen später wird es dem Zöllner zu bunt, und er schickt den Sand ins Labor. Ergebnis: nur Sand. Nach einem weiteren Monat «Sandtransporte» sagt der Zöllner zum Mann: «Also, ich gebe es Ihnen schriftlich, dass ich nichts verrate, aber Sie schmuggeln doch etwas. Sagen Sie mir bitte, was!» Der Mann: «Fahrräder ...»